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Einsatz von wartungsfreien Feuerlöschgeräten in Arbeitsstätten

In Betrieben ist es grundsätzlich möglich und auch mit Vorteilen verbunden, wartungsfreie Löschgeräte in Kombination mit Feuerlöscher-Sprays einzusetzen, unter Einhaltung der Arbeitsstättenrichtlinie ASR A2.2 oder nach entsprechender Gefährdungsbeurteilung.

Gemäß der Arbeitsstättenrichtlinie ASR A2.2 [1] muss es in Arbeitsstätten grundsätzlich Feuerlöscher geben. Welche genau und wie viele notwendig sind, hängt davon ab, welche Art von Brandgefahr in der Arbeitsstätte besteht und welchen Umfang die Grundfläche und die Laufwege zu den Feuerlöschern haben. Dabei werden aufgrund der vorgegebenen Laufwege-Längen meist mehr Löschgeräte installiert als aufgrund ihrer hohen Leistungsfähigkeit eigentlich notwendig, was auch eine finanzielle Mehrbelastung für den Betrieb bedeutet.
In der Regel werden in Arbeitsstätten die geläufigen Auflade-Feuerlöscher eingesetzt, die jedoch nicht sofort erkennen lassen, ob das Gerät den erforderlichen Betriebsdruck hat und sofort einsatzbereit ist. Aufgrund der fehlenden Auslösesicherung wäre hier auch eine sachkundige Überprüfung notwendig, da nicht zu erkennen ist, ob die innere Treibgaskartusche ausgelöst wurde. Auch Feuerlöscher aus Metall haben Nachteile, da hier die Innenbeschichtung regelmäßigt überprüft werden muss, welche die salzhaltige Flüssigkeit vom Metall trennt, um Korrosion zu vermeiden, was die Einsatzfähigkeit des Geräts beeinträchtigen könnte. Bei dieser notwendigen kontinuierlichen Wartung kommt das Löschmittel jedes Mal mit Luft in Berührung, wodurch eine schnellere bakterielle Zersetzung des Produkts stattfinden kann.
Somit verursacht die normenkonforme Prüfung und Wartung den Betrieben einen regelmäßigen zeitlichen, finanziellen, bürokratischen, logistischen sowie planerischen Aufwand, der mit der Verwendung wartungsfreier Feuerlöscher in Kombination mit Feuerlöscher-Sprays wegfallen könnte. Auf diese Weise würden sowohl die vorgegebenen Laufweglängen eingehalten werden, ohne die erforderliche Zahl an Löschmitteleinheiten zu übersteigen, als auch die regelmäßigen und umfassenden Überprüfungen durch Dienstleister und die damit verbundenen Aufwendungen entfallen. Die derzeit auf dem Markt befindlichen „wartungsfreien“ Feuerlöscher, müssen laut Hersteller erst nach zehn Jahren durch einen Brandschutz-Fachmann überprüft werden, um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen.

 

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