RSI-News-Blog.jpg

Newsblog

 

Wie können sich Anlagenbetreiber vor Anlagen-Manipulation schützen?

Laut einer Studie werden über ein Drittel der Maschinen-Schutzeinrichtungen hierzulande manipuliert. Die Folge sind schlimme Unfälle, Produktionsausfälle und Konflikte hinsichtlich der Haftung. Doch wie können sich Anlagenbetreiber davor schützen?              

Ein Anlagenbetreiber kann sich vor Manipulationen im Grunde nur schützen, wenn er Kenntnis darüber hat, weshalb, wo und wann manipuliert wird. Meist werden Schutzeinrichtungen außer Kraft gesetzt oder Maschinenkonstruktionen manipuliert, um die Arbeit zügiger durchführen zu können. Dies geschieht sogar oft mit dem Wissen der Geschäftsleitung. Auch sind Anlagen von den Herstellern nur für den Normalbetrieb vorschriftsgemäß ausgerichtet und nicht für andere Betriebsarten, wie es die EU-Maschinenrichtlinie eigentlich vorsieht. Dementsprechend können diese Anlagen nicht sicher betrieben werden, wenn zugleich auch keine Schutzeinrichtungen greifen können.
Anlagenbetreiber können sich also nur vor Manipulationen schützen, wenn sowohl die Hersteller bereits beim Bau der Maschinen naheliegende Fehlanwendungen durch konstruktive Merkmale weitestgehend verhindern als auch Anlagenbetreiber nur Maschinen bereitstellen, die gemäß der Maschinenrichtlinie und mit Schutzeinrichtungen versehen sicher betrieben werden können. Zudem müssen auch die Mitarbeiter entsprechend informiert und hinsichtlich möglicher Gefahren bei der Arbeit an Maschinen und Anlagen geschult werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist es für Anlagenbetreiber ratsam, einen Arbeitsschutzfachmann hinzuzuziehen.

 

Mehr zum Thema:
https://www.haufe.de/arbeitsschutz/sicherheit/manipulationen-wie-koennen-sich-anlagenbetreiber-davor-schuetzen_96_343692.html

Please publish modules in offcanvas position.